Sonntag, 29. August 2010

Alle 28 Tage...

Mittwoch, 25. August 2010, 02.18 Uhr

Momentan ist Vollmond. Ich kann nicht schlafen. Liege wach im Bett. Meine Gedanken kreisen. Man sagt, sensible Menschen haben oft Einschlafschwierigkeiten bei Vollmond. Ich versuche vergebens zu schlafen, denn mir schwirren zu viele Gedanken im Kopf. Und sobald ich dann endlich eingeschlafen bin, wälze ich mich unruhig im Bett.

Es ist Fluch und Segen zugleich. Denn eigentlich mag ich den Vollmond. Es ist schön zu sehen, wie der Mond das Sonnenlicht reflektiert und die Nacht erleuchtet. Ich stehe bei Vollmond oft auf, schlafen kann ich ja so wie so kaum, und stelle mich ans Fenster. Dann beobachte ich ihn, wie er so alleine und traurig auf die Erde schaut. Umgeben von hunderten von Sternen, die in seinem grellen Licht recht blass aussehen. Dann kommt mir immer der Gedanke »Der Mond ist eine Drama-Queen. Putzt sich alle 28 Tage raus und stiehlt den Sternen die Show!« Ach, ich liebe den Vollmond. Auch wenn er mir den Schlaf raubt. Er zieht mich immer in seinen Bann. Dann rauch ich ein paar fags und starre hinauf zu meinem alten Freund.

Wusstet ihr, dass der Vollmond die Zeit der Erfüllung und der Vollendung ist? Es ist auch die Zeit der Fruchtbarkeit. Er fördert künstlerische Inspirationen und kreative Arbeiten. Steigert Lebenslust und Tatendrang.

Das Erklärt auch, warum ich in diesen Tagen wieder ein paar Gedanken ordnen und niederschreiben kann. Auch wenn es mir schwer fällt, meine Gedanken zu sortieren. Ja ich merke, wie ich in dieser Zeit voll Energie geladen bin. Leider nur nachts. Ich bemerke die Unruhe in meinem Kopf und wie ich vergebens versuche, einfach mal abzuschalten. Einfach zu entspannen. Aber ich bin unter Spannung. Denn mir gehen erlebte Momente, Emotionen & Unterhaltungen nicht aus dem Kopf. Immer und immer wieder kreisen die selben Gedanken, wiederholen sich, schwirren umher. Eigentlich genieße ich diese Momente, in denen ich melancholisch über mein Leben sinniere.

Aber es ist nicht nur der Vollmond, der mich nicht schlafen lässt. Da ist noch etwas anderes. Zur Zeit sind es die Männer, die mir keine Ruhe lassen. An alle Mädels da draußen: WARUM? Warum sind Männer so verdammt kompliziert?

Dabei gibt es doch so verdammt viele da draußen. Und alle sind sie so verdammt unterschiedlich – wie sie verdammt noch mal gleich sind. Denn: Alle Männer haben eins gemeinsam – ja vielleicht sogar mich eingeschlossen – sie schaffen es immer wieder dein Gehirn zu ficken. BRAIN. FUCK.

Und so stehe ich am Fenster, ziehe an meiner fag und kann nicht schlafen. Vielleicht liegt es am Vollmond. Vielleicht am brainfuck. Vielleicht beides.

Danke, brainfuck. Danke, Männerwelt! Liebe Männer, denkt doch bitte das nächste Mal darüber nach, über das, was ihr sagt und was ihr macht, bevor ihr unsere sensiblen Köpflein fickt. UND – was noch viel wichtiger ist – überlegt euch gut, was ihr NICHT sagt und NICHT macht, denn das fickt uns noch mehr und wir Mädels müssen uns dann tagelang den Kopf darüber zerbrechen.

Genauso wie der Vollmond sind die Männer sowohl Fluch und Segen. Wir können nicht mit ihnen und noch viel weniger ohne sie leben. Manche Männer sind einfach einzigartig wie der Mond, jedoch kaum erreichbar. Andere so heiß und unerreichbar wie die Sonne und wiederum andere sind so unvollkommen wie die Nacht, dafür aber um so liebenswerter. Anderen dagegen möchte man entkommen, bevor die Nacht vorübergeht und einigen noch weniger bei Tag begegnen.

Ja, ja, die Männer haben es uns angetan. Und obwohl sie einem ständig den Kopf ficken, kann man es ihnen kaum verübeln, denn schließlich sind es einfach nur Männer! Die wenigsten wissen überhaupt, was sie tun oder NICHT tun. Nun. Man sagt auch, dass es ratsam ist, bei Vollmond Dinge zum Abschluss zu bringen. So ziehe ich das letzte Mal an meiner fag für diese Nacht, verabschiede mich vom Vollmond und versuche noch ein wenig zu schlafen. In drei Stunden geht die Sonne auf. Wenigstens haben sich ein paar wirre Gedanken gelegt. In den nächsten paar Nächten wird der Mond abnehmen und ich werde Zeit haben, meine Energie zu regenerieren. Vielleicht werden dann meine Gedanken wieder klarer. Aber eines darf ich nie vergessen:
Ich bin schließlich auch nur ein Mann!

2 Kommentare:

  1. "Alle Männer haben eins gemeinsam – ja vielleicht sogar mich eingeschlossen – sie schaffen es immer wieder dein Gehirn zu ficken. "

    word.


    "Liebe Männer, denkt doch bitte das nächste Mal darüber nach, über das, was ihr sagt und was ihr macht, bevor ihr unsere sensiblen Köpflein fickt. UND – was noch viel wichtiger ist – überlegt euch gut, was ihr NICHT sagt und NICHT macht, denn das fickt uns noch mehr und wir Mädels müssen uns dann tagelang den Kopf darüber zerbrechen."


    noch mehr word.

    voll ins scharze getroffen.

    ich denke wir sind uns der primitivität des männlichen gehirns nicht bewusst. vermutlich sagen sie etwas, weil sie es so meinen, wie sie es sagen. vermutlich.

    ergibt für mich auch keinen sinn, weil doch eigentlich immer ne botschaft mitschwenkt.

    oder?!

    ach, sieh an. der brainfuck ist da.

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  2. Ju ich danke dir. Nur Mädels verstehen sich eben. :D

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